Aula der TU ClausthalDeutsch-Chinesisches

Musikfest

Samstag, 29. Oktober 2016

Aula der

Technischen Universität Clausthal

 

Konzertbeginn: 20:00 Uhr

Einlass/Abendkasse: ab 19:00 Uhr

 

JIN ZHOU (Klavier)

MONIKA ZHANG (Kontrabass) 

HANS-CHRISTIAN WILLE (Klavier) 
JIENI WAN 
(Klavier)

MONA ERNST (Violoncello)

DANIEL BURMEISTER (Viola)

 

 

Besonderheit

 

Als zentraler Bestandteil des HarzClassixFestival gilt inzwischen das Deutsch-Chinesische Musikfest, bei dem junge Nachwuchsmusiker aus diesen beiden Ländern ihr Können sowohl solistisch, als auch im Ensemble präsentieren. Nach Chopin 2013 und Richard Strauss 2014, standen 2015 zum ersten Mal die traditionellen chinesischen Instrumente im Zentrum dieses Konzertes. Am 29. Oktober wird es eine Widmung an Johann Sebastian Bach, Schumann und Schubert geben: Alle Streicher des Konzertes haben sich verpflichtet, Solowerke des großen Deutschen Meisters des Barock vorzutragen, ob Solosonaten oder Solosuiten Bachs im Original für Violoncello, oder adaptiert für Viola oder Kontrabass. Gegenübergestellt werden diese Kompositionen Robert Schumanns Carnaval im ersten Teil des Konzerts. Zum Abschluß erklingt dann mit Schuberts „Forellenquintett“ eines der bedeutendsten Meisterwerke der Kammermusik schlechthin.

 

 

Programm

 

JOHANN SEBASTIAN BACH: Aus Solosuiten für Violoncello
(u.a. 2. und 3.) und Solosonaten für Violine

ROBERT SCHUMANN: Carnaval op. 16

FRANZ SCHUBERT: Quintett op. post. 114 - D 667 in A-Dur "Forellenquintett",
für Klarvier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass

 

 

     
     

JIN ZHOU

 

 abcd  MONIKA ZHANG

 

Zhou Jin

 

 

 

Monika Zhang

 

Jin Zhou stammt aus einer Musikerfamilie. 2003 begann sie mit ihrer schulischen Ausbildung an der Oberschule des Shanghai Konservatoriums. Aufgrund ihrer hervorragenden Ergebnisse hier, wurde sie 2007 umgehend zum Bachelor-Studium bei Professor Shisheng Zheng zugelassen, ohne, dass sie die Aufnahmeprüfung absolvieren musste. 2011 erhielt sie ein Auslandsstipendium der Chinesischen Regierung, das sie zum Studium an der Musikhochschule Hamburg bei Prof. Boris Garlitsky nutze, wo sie ihren Master absolvierte.

2009 wurde Jin Zhou als Konzertmeisterin zum Asia Youth Orchestra eingeladen, in dieser Funktion die Asien-Tour 2009 des Orchesters zu begleiten. 2012 gründete sie das “Yùe” String Quartet unter Anleitung des Geigers Jensen Horn-Sin Lam, das im Verlauf des Jahres den 1. Preis beim chinaweiten Kammermusikwettbewerb in Shanghai gewann und hierdurch ausgewählt wurde, das Shanghai Konservatorium bei verschiedenen Festivals zu repräsentieren, so u.a. bei der internationalen Sommer Akademie Österreichs und beim Dvorak Kammermusik Festival in Prag. Im Mai 2015 gewann Jin Zhou dann bei nicht vergebenem 1. Preis den 2. Preis beim 1. “Malta International Strings Competition”, sowie den 1. Preis in der Kategorie Streicher beim 25. Young Musician International Competition “Citta di Barletta” in Italien. Außerdem gastierte sie im selben Monat als Solistin mit dem Taipei Philharmonic Orchestra. Sie hat den MA sowohl von Hamburger Musikhochschule, als auch vom Shanghai Konservatorium und unterrichtet an der Academy of Music of Suzhou University of Science and Technology eine eigene Geigenklasse.

 

 

Monika Zhang ist 1990 in Harbin/China geboren. Für zwei Jahre lernte sie ab 1999 zuerst Violoncello, bevor sie zum Kontrabass wechselte und Unterricht im Alter von 11 Jahren bei Wangsai Ling bekam. Bereits ein Jahr später wurde sie Schülerin von Yi Song am Zentralkonservatorium für Musik in Peking. 2006 gewann sie bereits im Alter von 16 Jahren einen Spezialpreis beim internationalen Johann Matthias Sperger-Wettbewerb für Kontrabassisten in Deutschland, wurde ein Jahr später die Siegerin beim Konzertwettbewerb des Zentralkonservatorium und Finalistin des Konzertwettbewerbs vom Royal Northern College of Music in Manchester. Hier absolvierte sie von 2008 bis 2012 als Stipendiatin von ABRSM, einer über 100jährigen Organisation aus dem Bereich der Musikausbildung, ihr Bachelorstudium. Im Anschluß daran erhielt sie vom Royal Northern College ein Stipendium, um in den darauffolgenden zwei Jahren ihren Master zu absolvieren. Zusätzlich dazu war sie Stipendiatin des Waverley Fund.

Unterricht erhielt Monika Zhang dann bei Jiri Hudec, dem Solobassisten der Tschechischen Philharmonie. In Ergänzung hierzu besuchte sie Meisterkurse bei weltweit führenden Bassisten, u.a. Bozo Paradzik, Leon Bosch und Thomas Martin. Neben kammermusikalischen Auftritten, die sie besonders schätzt, wurde sie als Solobassistin eingeladen, sowohl mit dem Sinfonie- dem Kammer-, als auch dem Opernorchester des Royal Northern College of Music zu gastieren. Außerdem konzertierte sie mit Symphonieorchester des Zentralkonservatorium für Musik Peking und trat solistisch auf mit dem BBC Philharmonic -, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und der Manchester Camerata. In den Sommermonaten der Jahre 2011 und 12 wurde sie als Solobassistin des Royal Northern College of Music Orchestras zum internationalen Festival von Montepulciano in Italien eingeladen.

Weitere Konzertreisen führten Monika Zhang u.a. in die „St. Ann's Church“ und das „Martin Harris Centre“. Darüber hinaus war sie an der Aufnahme von Benjamin Britten’s “The Young Person’s Guide to the Orchestra” mit dem Orchester des Royal Northern College of Music beteiligt.

Monika Zhang unterrichtet an der Academy of Music der Suzhou University of Science and Technology eine eigene Klasse für Kontrabass.

 

     

HANS-CHRISTIAN WILLE

 

 

JIENI WAN

 

Hans-Christian Wille

 

 

 

Jieni Wan

 

Hans-Christian Wille, Bruder des Pianisten Rolf-Peter Wille, erhielt den ersten Klavierunterricht bei seiner Mutter Annemarie Wille, im Alter von vier Jahren. Er war bereits Gewinner verschiedener Jugendwettbewerbe als er 1967 zu Prof. Karl-Heinz Kämmerling wechselte, bei dem er dann später an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover studierte und das Konzertexamen ablegte. Zu seinen weiteren Lehrern gehören Vlado Perlemuter und Jakob Gimpel. Neben Wettbewerbserfolgen in Europa, Asien und Amerika, ist der Gewinn des 1. Preises beim internationalen Musikwettbewerb der ARD in München (1979) der bedeutendste von Hans-Christian Wille. Diesen Erfolgen schlossen sich Schallplattenaufnahmen und Konzertverpflichtungen im In und Ausland an, so u.a. mit dem Berliner Philharmonischen Orchester, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Israel Philharmonic Orchestra. Wolfgang Sawallisch, André Previn, zählen zu den zahlreichen Dirigenten, unter deren Leitung er bisher auftrat. Zu den Kammermusikpartnern von Hans-Christian Wille gehörten z.B. der Geiger Victor Tretjakov, das Tokyo String Quartet, das Cleveland Quartet und führende Mitglieder der New Yorker Philharmoniker. Konzertauftritte führten ihn bis heute u.a. in die USA, nach Südamerika, in alle Westeuropäischen Länder, zahlreiche Länder Osteuropas, nach Israel und Ostasien, hier u.a. nach Taiwan, Hongkong, Singapur und Japan, wo er 1986 sein Debüt in Tokyo gab. Rundfunk, Fernseh und Platten- bzw. CD Produktionen spielte er u.a. für alle Deutschen Rundfunkanstalten, die ARD, das ZDF, 3sat, RAM, die Deutsche Grammophon Gesellschaft und für Sendeanstalten in Europa, Asien und Amerika ein. Regelmäßig gibt er Meisterkurse so u.a. in Japan, Taiwan und 1996 das erste Mal auch in Finnland sowie in zuletzt 2015 in Deutschland. Von 1988 bis 2010 war Hans-Christian Wille Leiter zweier Festivals in Norddeutschland und während dieser Zeit verantwortlich für die Durchführung von über 1.000 Konzerten. 2010 und 2011 war Hans-Christian Wille Gastprofessor an der Hochschule für Musik und Theater München und ist seit 2013 künstlerischer Kurator des Harz Classix Festivals. Außerdem war er künstlerischer Berater des Deutschen Mozartfest 2014 und 2015. Wiederholt wurde er auch als Juror zu nationalen und internationalen Wettbewerben eingeladen. Konzertreisen führten ihn 2008, 2010, 2011, 2012 und 2014 nach Ostasien. Seit 2014 ist er beratend für die Musikakademie der „University for Science and Technology“ von Suzhou/China tätig und wurde hier 2015 zum Professor ernannt. 2016 führten ihn Konzertreisen u.a. nach China.

 

Jieni Wan wurde 1995 geboren. Im Alter von vier Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht und ist drei Jahre später mit ihren Eltern nach China gezogen. Mit elf Jahren bestand sie erfolgreich die Aufnahmeprüfung an der Grundschule der Musikhochschule Shanghai und begann damit ihre professionelle Ausbildung im Fach Klavier unter der Leitung des in China berühmten Professors Minduo Li; zwei Jahre später setzte sie ihr Studium an der Mittelschule der Zentralmusikhochschule in Peking fort. Im Juni 2010 bestand Jieni die Aufnahmeprüfung zur Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater München mit hervorragender Leistung und studierte dort bei Frau Professor Pirner neben ihrem regulären Schulunterricht weiterhin Klavier. Ein Jahr später wurde sie ebendort als Vollstudentin angenommen und studiert seit Oktober 2013 in der Meisterklasse von Professor Antti Siirala.

Im Laufe der Jahre erhielt Jieni vielerlei Preise: Ihre erste Auszeichnung nahm sie bereits im Alter von fünf Jahren in Ingolstadt entgegen und gewann ein Jahr später den ersten Preis beim Münchener Jugend- und Kinderwettbewerb im Steinwayhaus. Weitere Erstplatzierungen sollten in den Jahren darauf mit Teilnahmen an Jugend musiziert und dem 7. internationalen Münchener Klavierpodium der Jugend 2007 folgen. Im selben Jahr erhielt sie in Shanghai außerdem eine Auszeichnung für besondere Leistungen im Bereich der Künste und Musik, sowie den zweiten Preis beim internationalen Musik- und Kunstwettbewerb für Jugendliche in der Kategorie Klavier. 2008 erzielte sie ebendort den ersten Preis beim landesweiten Golden Sunflower Cup in der Kategorie Klavier. Ein Jahr später bekam sie die Auszeichnung als beste Schülerin im Hauptfach Klavier an der Zentralmusikhochschule Peking und konnte ihren nächsten Erfolg mit dem ersten Preis beim dritten Kawai Asia Piano Competition im Juli 2010 verbuchen. Im Juni 2011 erhielt sie schließlich den ersten Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert.

Jieni Wan hat sich auch bereits als Konzertpianistin auf zahlreichen Podien weltweit etabliert und konzertierte erst im September 2016 solistisch unter der Leitung des berühmten Dirigenten Christoph Eschenbach in Hangzhou und Peking.

     

MONA ERNST

 

   DANIEL BURMEISTER

 

Mona Ernst

 

 

 

Daniel Burmeister

 

Mona-Dorothea Ernst, geboren 1995 in Frankfurt am Main, hatte zuerst Klavierunterricht und erhielt ihren ersten Cellounterricht im Alter von 8 Jahren. Im Alter von 13 Jahren wurde sie Mitglied im Landesjugendsinfonieorchester Hessen, zwei Jahre später dann Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Prof. Susanne Müller-Hornbach. Seit dem Wintersemester 2014/15 studiert sie in der Klasse von Prof. Ulf Tischbirek an der Musikhochschule Lübeck. Zusätzliche Meisterkurse besuchte sie, u.a. bei Prof. Peter Hörr und parallel dazu auch Kammermusikkurse, sowie u.a. Kammermusik-Förderkurse Jugend musiziert. Aktuell wird sie als Mitglied eines Streichquartetts von Prof. Heime Müller betreut. Mit 8 Jahren gewann sie den 1. Preis beim Robert-Stolz-Klavierwettbewerb, es folgten weitere erste Preise auf dem Violoncello bei Jugend musiziert und beim Mendelssohn-Wettbewerb, wo sie sich zusätzlich ein Stipendium der Paul-Fiderspil-Stiftung-, sowie den Sonderpreis des Hessischen Rundfunks erspielte.

 

  Bereits im Alter von fünf Jahren begann der 1996 geborene Daniel Burmeister das Geigespielen bei Michael Holm in Hamburg. Schon 2 Jahre später wechselte er dann zur Bratsche. 2014 wurde Daniel als Jungstudent in die Klasse von Frau Prof. Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck aufgenommen und studiert dort seit Oktober 2016 im Bachelorstudiengang. Von 2011 bis 2014 war Daniel Stipendiat der „Deutschen Stiftung Musikleben“, die ihm während dieser Zeit zwei Instrumente zur Verfügung stellte. Außerdem ist er mehrfacher Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend Musiziert“. Außerdem war er zwischen 2010 und 2015 Stipendiat der „Initiative Jugend-Kammermusik Hamburg“ in der er in zahlreichen Ensembles unter anderem von Prof. Clemens Malich und Michael Holm unterrichtet wurde. Weitere musikalische Anregungen bei Meisterkursen erhielt er unter anderem von Prof. Andra Darzins, Prof. Werner Dickel und Prof. Heidi Castleman (Julliard Music School New York). Im Jahr 2013 wurde Daniel ins Bundesjugendorchester aufgenommen, mit dem er viele Konzertreisen unter anderem nach Afrika, Asien, Mittelamerika und durch Europa, unter der Leitung von Sir Simon Rattle, Markus Stenz, Patrick Lange und anderen, unternahm. Im NDR-Jugendsinfonieorchester, dem Daniel Burmeister seit 2012 angehört, spielte er bereits mehrfach unter Christoph Eschenbach und Thomas Hengelbrock.
   

 

 

 

 

 

 

 

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