Eröffnungskonzert

Samstag, 19. September 2015

Marktkirche zum Heiligen Geist,
Clausthal-Zellerfeld

 

Konzertbeginn: 20:00 Uhr

Einlass/Abendkasse: ab 19:00 Uhr

 

JULIANE BANSE (Sopran)

SHARON KAM (Klarinette)

WÜRTTEMBERGISCHES
KAMMERORCHESTER

RUBEN GAZARIAN (Leitung)

 

 

Besonderheit

 

Die weltbekannten Musikerinnen Juliane Banse (Sopran) und Sharon Kam (Klarinette) sind zusammen mit dem Württembergischen Kammerorchester unter Leitung von Ruben Gazarian in der Clausthaler Marktkirche zum Heiligen Geist zu erleben, u.a. bei Arien Mozarts, seinem berühmten Klarinettenkonzert und auch gemeinsam in Werken des Salzburger Komponisten.

 

Programm

 

WOLFGANG AMADEUS MOZART:

Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur, KV 622

"Mi tradi": Arie der Elvira aus "Don Giovanni" Arie für Sopran und Orchester

"Non piu di fiori": Arie für Sopran, Soloklarinette und Orchester,
aus "La Clemenza di Tito"

EDVARD GRIEG: Holberg-Suite

JOSEPH HAYDN: Abschiedssymphonie Nr. 45

 

 

     
     

JULIANE BANSE

 

 

SHARON KAM

 

 

Juliane Banse

 

 

 

Sharon Kam

 

Wenn Ihr Bühnendebüt als Zwanzigjährige in der Rolle der Pamina in der Zauberflöten-Inszenierung von Harry Kupfer an der Komischen Oper Berlin und ihr gefeierter Auftritt als Schneewittchen bei der Uraufführung der gleichnamigen Oper von Heinz Holliger in Zürich zehn Jahre später stehen exemplarisch für Juliane Banses herausragende künstlerische Vielseitigkeit. Mittlerweile reicht ihr Opernrepertoire von der Figaro-Gräfin, Fiordiligi (Così fan tutte), Genoveva (Titelpartie), über Tatjana (Eugen Onegin), Donna Elvira (Don Giovanni), Arabella (Titelpartie), Grete (Der ferne Klang), Vitellia (La Clemenza di Tito) bis hin zu Leonore (Fidelio). In der vergangenen Spielzeit feierte sie als Rosalinde (Fledermaus) in Chicago ihr US-Operndebut und kurz darauf als Zdenka (Arabella) ihr Debut an der Met.

 

Auch im Konzertbereich ist die Künstlerin in einem weit gefächerten Repertoire gefragt. Mit zahlreichen namhaften Dirigenten hat sie zusammen gearbeitet, darunter Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Franz Welser-Möst, Mariss Jansons und Zubin Mehta.

 

Kommende Engagements führen sie u. a. nach Amsterdam, wo sie als Elsa (Lohengrin) debütiert, nach Wien (Die Fledermaus, Rosalinde) und Barcelona (Cosí fan tutte, Fiordiligi). Am Théâtre de la Monnaie in Brüssel singt sie unter dem Dirigat von Adam Fischer Emma in einer konzertanten Aufführung von Schuberts Fierrabras. Im Konzertbereich stehen Liederabende in London und Wien auf der Agenda, Kammermusik mit Sabine Meyer und Aleksandar Madzar in Zürich und Essen, mit dem Sextett der Wiener Philharmoniker in Paris sowie Orchesterkonzerte u. a. mit den Hamburger Symphonikern unter Johannes Zurl und dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter Sebastian Weigle (Mahlers 2. Sinfonie).

 

Die in Süddeutschland geborene und in Zürich aufgewachsene Sopranistin nahm zunächst Unterricht bei Paul Steiner, später bei Ruth Rohner am Opernhaus Zürich und vervollständigte dann ihre Studien bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos in München.

 

Zahlreiche CD-Einspielungen der Künstlerin sind preisgekrönt, gleich zwei erhielten den Echo Klassik: Braunfels' Jeanne D'Arc mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Manfred Honeck (Welt-Ersteinspielung des Jahres) und Mahlers 8. Sinfonie mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter David Zinman (Sinfonische Einspielung des Jahres/19. Jahrhundert). Weitere herausragende Aufnahmen sind die Arien-CD Per Amore mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, die Lied-Aufnahme Tief in der Nacht mit Aleksandar Madzar sowie der Film Hunter's Bride/Der Freischütz mit Juliane Banse als Agathe und dem London Symphony Orchestra unter Daniel Harding.

 

 

 

Die Klarinettistin Sharon Kam wurde in Israel geboren und erhielt dort Unterricht bei Eli Eban und Chaim Taub. Im Alter von 16 Jahren gab Sharon Kam ihr Orchesterdebüt mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta. Sie wurde von Isaac Stern gefördert und absolvierte die Juilliard School, wo sie bei Charles Neidich studierte.

1992 gewann sie den Internationalen ARD Wettbewerb in München und arbeitet seitdem mit den bedeutendsten Orchestern in USA, Europa und Japan. Als begeisterte Kammermusikerin arbeitet Sharon Kam mit Künstlerfreunden wie Heinrich Schiff, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas oder Tabea Zimmermann zusammen.

 

Mit dem Pianisten Itamar Golan verbindet sie eine besonders lange und erfolgreiche Zusammenarbeit. Im Concertgebouw Amsterdam war Sie in der zurückliegenden Saison mit Enrico Pace und Daniel Müller-Schott zu erleben. Das Trio wird seine erfolgreiche Zusammenarbeit in der kommenden Saison fortsetzen. Häufig spielt Sie im Duo mit Lars Vogt, bei dessen Festival „Spannungen“ in Heimbach sie regelmäßig zu Gast ist, ebenso wie bei anderen Festivals wie Verbier, Risør, Cork und Delft. Durch ihre zahlreichen Aufnahmen hat Sharon Kam bewiesen, dass sie in der Klassik bis zur Moderne und auch im Jazz zu Hause ist.

 

Zuletzt widmete sie sich dabei insbesondere den Werken Mozarts. So spielte sie nicht nur zu dessen 250. Geburtstag im Ständetheater in Prag sein Klarinettenkonzert, das vom Fernsehen live in 33 Länder übertragen wurde, sondern erfüllte sich auch den großen Wunsch sowohl das Konzert als auch sein Klarinettenquintett in A-Dur mit der Bassett- Klarinette aufzuzeichnen. Die hochgelobte Aufnahme zusammen mit der Haydn Philharmonie sowie ihren Kammermusik-partnern Isabelle van Keulen, Ulrike-Anima Mathé, Volker Jacobsen und Gustav Rivinus wurde im September 2011 bei Berlin Classics veröffentlicht.

 

Sharon Kam wurde bereits zweimal mit dem ECHO Klassik als „Instrumentalistin des Jahres“ ausgezeichnet: 1998 für ihre Weber-Aufnahme mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Kurt Masur und im Jahr 2006 für ihre CD mit dem MDR Sinfonieorchester und Werken von Spohr, Weber, Rossini und Mendelssohn. Die Aufnahme „American Classics“ mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung ihres Ehemannes Gregor Bühl wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Im September 2007 veröffentlichte sie eine CD mit der Sinfonia Varsovia mit Werken von Rietz, Bruch und Weber. Im Herbst 2008 erschien die CD „Souvenirs“ (mit Itamar Golan) und nur ein Jahr später wurde die Einspielung „Brahms – Sonatas & Trio“ (mit Martin Helmchen) veröffentlicht. In dieser Saison ist sie mit dem Württembergischen Kammerorchester unter Ruben Gazarian auf Tour, um Ihre gemeinsam eingespielte neueste CD „Opera!“ – Transkriptionen von Opern Arien Rossinis, Puccinis bis hin zu Wolf-Ferraris, für Klarinette und Kammerorchester – zu präsentieren.

 

Sharon Kam brachte viele Werke zur Uraufführung, darunter Krzysztof Pendereckis Klarinettenkonzert und Quartett sowie Klarinettenkonzerte von Herbert Willis, Iván Erőd und Peter Ruzicka („Erinnerung“). In der Saison 2013/14 war Sharon Kam unter anderem im Seoul Arts Center, im Barbican Center London, im Palais des Beaux-Arts in Brüssel, im KKL Luzern, in der Dresdener Frauenkirche und in der Alten Oper Frankfurt zu erleben sein.

     

WÜRTTEMBERGISCHES

KAMMERORCHESTER HEILBRONN

 

 

RUBEN GAZARIAN

 

 

 

Württembergisches Kammerorchester

 

 

 

Ruben Gazarian

 

Seit seiner Gründung  im Jahr 1960 durch Jörg Faerber hat sich das Württembergische Kammerorchester Heilbronn zu einem der gefragtesten Kammerorchester weltweit entwickelt. Neben seiner künstlerischen Vielseitigkeit besticht das Kammerorchester durch eine emotionale und sinnliche Klangkultur und durch das gelebte Ideal kammermusikalischen Musizierens. Im September 2002 übernahm Ruben Gazarian die Position des Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters. In Heilbronn bildet das Württembergische Kammerorchester durch eine Reihe von Abonnementskonzerten das Rückgrat des kulturellen Lebens, aber auch in den deutschen Musikmetropolen sowie im Ausland ist das Orchester regelmäßig zu hören. Gastspiel-Höhepunkte der letzten Jahre waren die Royal Albert Hall in London, das Concertgebouw in Amsterdam und das Théâtre des Champs-Elysées in Paris, Tourneen durch Korea, Kambodscha und China, das Gastspiel im Tschaikowsky- Konservatorium Moskau sowie das Konzert mit Frank Peter Zimmermann in Istanbul. Im Laufe von fünf Jahrzehnten hat das WKO nicht nur mit vielen namhaften Künstlern zusammengearbeitet, sondern stets auch junge Nachwuchstalente gefördert. Namhafte Solisten wie u. a. Martha Argerich, Maurice André, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder, Gautier Capuçon, Giora Feidman, Julia Fischer, Juan Diego Floréz, James Galway, Evelyn Glennie, Hilary Hahn, Sharon Kam, Gidon Kremer, Katia & Marielle Labèque, Mischa Maisky, Sabine Meyer, Wolfgang Meyer, Viktoria Mullova, Anne-Sophie Mutter, Sergei Nakariakov, Christiane Oelze, Alice Sara Ott, Ivo Pogorelich, Thomas Quasthoff, Christine Schäfer, Daniel Müller-Schott, Frank Peter Zimmermann und Tabea Zimmermann haben mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn gemeinsam musiziert. Ein besonderes Anliegen sind den Musikerinnen und Musikern des WKO Angebote für junge Zielgruppen sowie für Konzertbesucher mit Zuwanderungsgeschichte. Die Diskografie des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn umfasst weit über 500 Werke. Zuletzt erschienen eine CD mit Wagners „Siegfried-Idyll“ und Bruckners Streichquintett, eine Live-Aufnahme vom Schubert-Festival 2012 („Unvollendete“ und „Große C-Dur“), eine CD mit Werken des Karlsruher Barock- Komponisten Johann Melchior Molter, aktuell eine Einspielung von Opernarien- Arrangements mit der Klarinettistin Sharon Kam sowie eine CD mit Werken armenischer Komponisten unter dem Titel „Armenian Classic“.

         

hat seit der Konzertsaison 2002/2003 die künstlerische Leitung des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn inne. In dieses Amt wurde er sowohl vom Orchester als auch von der Findungskommission einstimmig gewählt. Das Standardrepertoire des Orchesters hat er durch Ausweitung auf sinfonische Besetzung und durch die Wahl zahlreicher Werke aus der Romantik, der frühen Moderne und der Avantgarde bereichert. Zum Beginn des Jahres 2015 übernimmt Gazarian zusätzlich zu seiner Heilbronner Chefposition die Künstlerische Leitung des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt. Auch diese Berufung erfolgte auf einhelligen Wunsch des Orchesters, dessen Geschäftsführung und der Kultur-verantwortlichen der Stadt. Als Gastdirigent stand Ruben Gazarian u. a. am Pult des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR, des WDR-Sinfonieorchesters Köln, des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt, der Hamburger Symphoniker, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, des Frankfurter Museumsorchesters (Orchester der Oper Frankfurt), des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden, der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, des Orchestre National de Lyon, des Jerusalem Symphony Orchestra, des Orchesters Rishon LeZion (Orchester der Oper Tel Aviv), des Tonkünstler Orchesters Niederösterreich, des Belgrader Philharmonischen Orchesters und des Zürcher Kammerorchesters.

Erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet Ruben Gazarian mit so namhaften Solisten wie Gautier und Renaud Capuçon, Julia Fischer, Hilary Hahn, Katia & Marielle Labèque, Elisabeth Leonskaja, Sabine Meyer, Sharon Kam, Viktoria Mullova, Sergei Nakariakov, Gerhard Oppitz, Frank Peter Zimmermann, Beaux Arts Trio, Gewandhaus-Quartett und vielen anderen.

 

Ruben Gazarian stammt aus Armenien. Im Alter von vier Jahren erhielt er den ersten Violinunterricht von seinem Vater. Es folgte eine Ausbildung an der Spezialmusikschule „P. I. Tschaikowsky“ und später am Konservatorium in Eriwan beim Primarius des berühmten Borodin-Quartetts R. Aharonian. Seine solistische Laufbahn begann Ruben Gazarian 1983 mit Recitals und Auftritten mit verschiedenen Kammer- und Sinfonieorchestern. Noch während des Studiums erhielt er einen Sondervertrag als Vorspieler und Solist des Staatlichen Kammerorchesters Armenien und war zeitgleich Geiger im Staatlichen Klaviertrio des Armenischen Rundfunks und Fernsehens. Im Jahr 1992 setzte Ruben Gazarian sein Violinstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig fort und schloss es 1995 mit dem Konzertexamen ab. Noch im gleichen Jahr folgte ein Dirigierstudium – ebenfalls an der Leipziger Musikhochschule –, welches er 1998 mit Höchstnote absolvierte. Nach mehrjähriger Tätigkeit (1993-1998) als Erster Konzertmeister des Westsächsischen Symphonieorchesters, wurde Ruben Gazarian 1999 zu dessen Chefdirigenten gewählt. Unmittelbar vor seinem Amtsantritt beim WKO Heilbronn im September 2002, wurde Gazarian zum Preisträger des 1. Solti Dirigentenwettbewerbs in Frankfurt am Main.

 

Eine umfangreiche und stets wachsende Diskografie dokumentiert die Bandbreite des Künstlers und seinen sicheren Umgang mit Werken verschiedenster Epochen und Stilrichtungen. Auch in der Saison 2014/15 sind mehrere CD-Produktionen geplant, deren Repertoire Musik aus der Zeitspanne von der Wiener Klassik bis ins 21. Jahrhundert umfasst. 

 

 

 

 

 

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